Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 1518 Flensburg

Auf Blatt Flensburg ist der südliche Teil der Halbinsel Jütland abgebildet. Während im Westen die Nordsee mit dem Nordfriesischen Wattenmeer, den Halligen und den Nordseeinseln Amrun, Föhr, Sylt und Rømø erfasst ist, wird am Ostrand der Karte die Ostseeküste mit Eckernförder und Flensburger Bucht sowie der dänischen Insel Als dargestellt. Im Kartenblatt sind neben den Oberflächensedimenten des Festlandes auch die Ablagerungen des rezenten Meeresbodens, des Hallig- und Strandbereichs sowie der Watt- und Marschgebiete erfasst und detailliert untergliedert. Auf die marin-litoralen Faziesbereiche entfallen allein 51 der insgesamt 85 Holozän-Einheiten der Legende. Auf dem Festland treten die holozänen Ablagerungen hinter den pleistozänen Sedimenten der Weichsel- und Saale-Kaltzeit zurück. Sie finden sich nur vereinzelt in den Flussniederungen und Senken (hauptsächlich Moorbildungen). Zu den glazialen Sedimenten, die den Festlandsbereich dominieren, zählen: Geschiebelehm der Grundmoränen, glazifluviatile Sande und Schotter, glazilimnische Beckenschluffe und Flugsande. Dabei lassen sich von Ost nach West Unterschiede in der Sedimentverteilung feststellen. Während im östlichen Teil Jütlands Geschiebelehm der weichselkaltzeitlichen Grundmoräne dominiert, werden im zentralen Teil weite Flächen von weichselkaltzeitlichen Sandern eingenommen. Im Westen Jütlands sind dann vermehrt auch Saale-kaltzeitliche Ablagerungen zu finden. Aufgrund der Geschlossenheit der quartären Deckschicht treten ältere Schichten des präquartären Untergrundes kaum zu Tage. Pliozäner Sand und miozäner Ton sind in regional eng begrenzten Vorkommen nur auf Sylt anstehend. Neben der Legende, die über Alter, Petrographie und Genese der dargestellten Einheiten informiert, gewähren drei Profilschnitte zusätzliche Einblicke in den geologischen Bau des Untergrundes. Das längste Profil beginnt am Nordzipfel der Insel Sylt und kreuzt in südöstliche Richtung die Halbinsel Jütland. Die beiden kürzeren Profilschnitte queren den westlichen Teil Jütlands von Nord nach Süd bzw. von Nordwest nach Südost. In allen drei Profilen wird die Mobilität der Zechstein-Salze im Untergrund deutlich - angeschnitten sind die Salzstöcke von Sieverstedt, Süderbrarup, Waabs-Nord und Süderstapel.

Daten und Ressourcen

Zusätzliche Informationen

Feld Wert
Quelle http://www.geoportal.de/gds/xml.php?uuid=0A7A9508-5FA3-460B-B15D-C7337C9E515E
Autor Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Maintainer Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Zuletzt geändert 17. Oktober. 2019, 09:08 (Europe/Zurich)
Erstellt 17. Oktober. 2019, 09:08 (Europe/Zurich)
GUID c460c867-bf76-5ab3-ade5-ecaf9537c5f8
Identifier 0A7A9508-5FA3-460B-B15D-C7337C9E515E
Issued 2007-03-09T00:00:00+01:00
Modified 2016-11-15T00:00:00+01:00
contacts [{"address": "Stilleweg 2, 30655, Hannover, DE", "role": "vertrieb", "name": "Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe", "email": "geologie.daten@bgr.de"}, {"url": "https://www.bgr.bund.de", "role": "vertrieb", "name": "Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)", "email": "geodatenmanagement@bgr.de"}]
contributorID ["http://ims.geoportal.de/"]
geocodingText ["Deutschland"]
metadata_harvested_portal http://ims.geoportal.de/
metadata_transformer harvester
politicalGeocodingLevelURI http://dcat-ap.de/def/politicalGeocoding/Level/federal
spatial {"type": "polygon", "coordinates": [[[10.0, 54.4], [10.0, 55.2], [8.17, 55.2], [8.17, 54.4], [10.0, 54.4]]]}
spatial_reference {}
terms_of_use {"license_url": "http://www.geodatenzentrum.de/docpdf/geonutzv.pdf"}